Return-Path: <owner-linux-bern@icemark.ch>
Received: from varenorn.icemark.ch (majordom@varenorn.icemark.ch [212.40.16.225])
     by stinky.trash.net (8.9.2/8.9.0) with ESMTP id FAA01641;
     Sun, 10 Jan 1999 05:06:21 +0100 (MET)
Received: (from majordom@localhost)
     by varenorn.icemark.ch (8.8.8/8.8.8/Debian/GNU) id GAA11853
     for linux-bern-list; Sun, 10 Jan 1999 06:10:54 +0100
Received: from crypt.eniac.ch.eu.org (Crypt.eniac.ch.eu.org [194.191.42.254])
     by varenorn.icemark.ch (8.8.8/8.8.8/Debian/GNU) with SMTP id GAA11849
     for <linux-bern@icemark.ch>; Sun, 10 Jan 1999 06:10:50 +0100
Received: (qmail 19767 invoked by uid 1000); 10 Jan 1999 04:03:41 -0000
Nachrichten-ID: <19990110050341.A19589@eniac.ch.eu.org>
Datum: Sun, 10 Jan 1999 05:03:41 +0100
Von: Mathias Gygax <buzz@eniac.ch.eu.org>
An: linux-bern@icemark.ch
Betreff: [linux-bern] lugbe.ch, der ENIAC und seine Gruft
Mail-Followup-To: linux-bern@icemark.ch
Mime-Version: 1.0
Content-Type: text/plain; charset=us-ascii
X-Mailer: Mutt 0.93i
Firma: ENIAC
Absender: owner-linux-bern@icemark.ch
Precedence: bulk
Status: RO
X-Mozilla-Status: 8001
X-Mozilla-Status2: 00000000
X-UIDL: 9b89546b236af3f08713a3c955acfd55

lilo,

Nachdem man nun lange Zeit nichts von mir gehoert hat, kommt jetzt was
und dafuer um so mehr.

--[ Einleitung ]--

Wie am letzten Treff vom 19.12.98 bereits abgemacht, werde ich in
Zukunft den {Web,Mail,Ftp,*}-Server der lugbe.ch administrieren und die
entsprechenden Bitschleudern in's Internet zur Verfuegung stellen.

Die Domain lugbe.ch wurde Montag 4.1.99 auf meinen Namen registriert.
Vorgestern morgen erreichte mich auch die Bestaetigung.
Bis alle Club-Formalitaeten erledigt sind, zahle ich schon mal brav alle
Rechnungen aus dem eigenen /dev/pocket . Die Quittungen wandern jedoch
nach /var/spool/lugbe/payment :)

Die Konfigurationsarbeiten am Server und DNS sind allerdings noch nicht
abgeschlossen. Mehr Infos folgen, sobald mehr gemacht wurde. Auf
irgendwelche Dienste @lugbe.ch kann man momentan nicht zugreifen!

Kurz etwas zu meiner Person. Wenn's nicht interessiert, kann diesen
Abschnitt getrost ueberspringen.

--[ Profil ]--

Ich bin Informatiker-Lehrling im 4. Lehrjahr,
gehe mit Remo S. und Lucas B. in die Gewerblich-Industrielle-
Berufsschule-Bern. Angefangen habe ich mit 10 auf einem C128D, wo ich mir
neben BASIC, Assembler und CP/M die wichtigsten
Dinge der Computerei mit Buechern und Hacken selber beigebracht habe.
Jahre spaeter bin auf einen IBM-PC umgestiegen (siehe Abschnitt Hardware
unten), war aber nach einiger Zeit frustiert, dass das damalige MSDOS
nicht gerade bastel- und probierfreudig war, so wie ich's mir unter dem
C128'er gewohnt war.
Es verstrich einige Zeit, bis M$ 1995 die Drohung wahr machte und eine
globale Gehirnwaesche unter dem Deckmaentelchen einer setup.exe unters
Volk warf. Bis dahin hatte ich von der Existenz Linux keinen
blassen Schimmer und Un*x kannte ich nur vom Hoeren-Sagen als ein OS,
welches auf Computern in riesigen Wandschraenken von Laborkitteln
bedient wird. Dies aenderte sich (erst) Mitte 1996 schlagartig, als ich aus
dem Internet von der Existenz eines freien Hacker-Betriebssystems erfuhr,
welches auf IBM-PCs laufen sollte. Da ich schon seit jeher von den
Innereien eines Computers und dem Zusammenspiel der Komponenten
fasziniert war, organisierte ich sofort eine Slackware-CD und installierte
es auf meinem damaligen Zweitrechner (siehe unten). Von da nahm die
Geschichte ihren Lauf und Linux mit all seiner GNU-Software zog mich total
in seinen Bann. Seitdem bin ich ein ueberzeugter Anhaenger der
Un*x-Systemphilosophie (nicht nur Linux). Von der "einzig-wahren
Hacker-Distribution"[tm] (Slackware) bin ich erst letzten Sommer
abgekommen, als /usr/local/src/* die 1GB Marke ueberschritten hatte und
der administrative Aufwand zu gross wurde. Als Nachfolge-Distribution
kam natuerlich nur Debian GNU/Linux in Frage, welche getreu dem
verteilten Entwicklungsprozedere von Open Source Software entwickelt
wird.

sooo.. Ende des Blablas, jetzt geht's an die Bits :)

BTW, nehmt mich, vor allem die Anfaenger, in div. "Religionsfragen" bitte
nicht allzu ernst... ueber diverse Dinge in der EDV habe ich eine
ziemlich resolute Meinung... ;)

</rant>

--[ Technische Daten ]--

Noch kurz was zum Server und seinen netten Zombies:

Momentane
Adresse :   crypt.eniac.ch.eu.org mit www.eniac... und ftp.eniac...
---------   Aliases

            NOTE: unter *.eu.org lassen sich gratis Domains
            registrieren. http://www.eu.org

Hardware: - 486DX2/66 VLB (VESA Local Bus)
--------- - 24MB RAM
          - 540MB   /dev/hda1  /
            1220MB  /dev/hdb1  /home     # {Web,Ftp}-Root
            340MB   /dev/hdc1  /var

            alles IDE an VLB-Controller.

          - 3Com 3c509 10BT
          - !keine Maus!
          - Stabilitaets-Probleme: Timing-Probleme beim DRAM-Refresh.
            Sind nach dem raufsetzen der WaitStates allerdings schon
            seit Monaten verschwunden.

Software: - Debian GNU/Linux 2.0 mit vereinzelt instabilen
---------   Developer-Packages
          - Web: Apache 1.3.3 PHP3 ready, SSL sollte folgen
          - Ftp: ProFTPd 1.1.7r3
          - Remote-Shell: Secure Shell 1.1.26 mit Buffer-Overflow Patches
          - Mail: Qmail 1.01 + POP3
          - Mail-List: Ezmlm-idx 0.53
          - weiterhin Cache-Proxy (squid), Finger (cfingerd), IRC (ircd,
            experimental) USENET (leafnode) und ein Tamagotchi-Server fuer
            die ganz Kranken drauf.
          - !kein X-Window!
          - Stabilitaets-Probleme: natuerlich keine! :)

NOTE: Der Hostname crypt laesst sich am besten mit 'Gruft' uebersetzen.

--[ Historie && Background ]--

Letzten Fruehling rammschte ich zuhause alle alte Hardware zusammen die
noch irgendwo rumlag, stopfte alles in ein Gehause und bekam von meinem
Arbeitgeber die Erlaubnis, einen nichtkommerziellen Internet-Server zu
betreiben. Seitdem dient die Gruft als Test- und Bastelserver auf der
Basis von GNU/Linux. Trotz dieser ehner instabilen Voraussetzungen, laeuft
das Betriebssystem und die Serverdienste ziemlich stabil.
Wiederkehrende Probleme und Ausfaelle sind ehner die Ausnahme.

Das momentane Web-Angebot auf http://www.eniac.ch.eu.org ist noch
sehr beschraenkt. Eine Linux-Page die speziell auf Deutschsprachige
User ausgerichtet ist, befindet sich aber in Arbeit und wird ganz sicher
in das Web-Angebot von www.lugbe.ch einfliessen. Ebenfalls vorhanden ist
via Anon-FTP ein halbwegs sortiertes Info-Archiv, div. inoffizielle Spiegel
an Open Source Software und noch ein paar andere Dinge. Erreichbar unter
ftp://ftp.eniac.ch.eu.org .

An wichtigen Mailing-Listen existieren bis jetzt eine allgemeine News-,
eine Misc- und eine Linux-Liste. Mehr Informationen gibt's auf
http://www.eniac.ch.eu.org/elfen/maillist.html . Die
linux@eniac.ch.eu.org Liste wird in absehbarer Zukunft zugunsten von
div. Listen @lugbe.ch aufgeloest.

Bevoelkert wird die Gruft hauptsaechlich von Kollegen und
Linux-Anhaenger, welche den Rechner vom reinen Basis-Angebot an
POP3/Homepage Funktionalitaet, bis hin zur Entwicklungsumgebung benuetzen.
Zugriff auf's Homedir geschieht entweder via FTP oder via Secure Shell.
Telnet wird aus Sicherheitsgruenden nicht unterstuetzt.

--[ Wie geht's weiter? ]--

Nachdem ihr nun einen kleinen Einblick in die Geschichte der Maschine
und ihren Goetter erhalten habt, bin ich nun auf euer Feedback
angewiesen.

- Info-Angebot der lugbe.ch

  Hier sind nicht nur Vorschlaege gefragt, sondern auch Leute die diese
  konkretisieren moechten. Jeder der sich gerne inhaltlich an lugbe.ch
  beteiligen moechte, bekommt von vornherein einen Shell-Account. Siehe
  unten.

  - Welche Mailing-Listen sollen eingerichtet werden? Ganz sicher eine
    Support-, eine News- und eine Administrivia-Liste. Was noch?

  - Wer will sich an der Gestaltung der Homepages beteiligen?

  - usw.

  Ideen zwecks Diskussion bitte an die ML und nicht direkt an mich.

  Leider ist es mit der momentanen Netz- und HD-Kapazitaet nicht
  moeglich, ganze Linux-Distributionen auf dem Server via FTP zur
  Verfuegung zu stellen. Hat IMHO aber am Anfang auch nicht die oberste
  Prioritaet.

- Shell-Accounts

  Jeder der einen Shell-Account auf crypt.eniac.ch.eu.org (und somit
  auch lugbe.ch) will, bekommt selbstverstaendlich einen und erst noch
  gratis dazu. An Informationen benoetige ich lediglich den Usernamen
  (max 8. Zeichen bitte), den Real- oder sonst einen Namen und eine
  gueltige EMail-Adresse, wer nicht gedenkt seine Mails via POP3 zu
  saugen. Mail-Adresse waere $USER@eniac.ch.eu.org und/oder
  $USER@lugbe.ch . Passwort wird vergeben, laesst sich im Nachhinein mit
  passwd(1) aendern. SSH Zugriff bevorzugt via RSA. Homepage unter
  http://www.lugbe.ch/~user erreichbar. Web-Daten in ~/public_html .

  Der Server wird in Bezug auf User-Ressourcen ziemlich regellos
  verwaltet. Es existieren keine Quotas, jeder kann die /home-Partition
  zumuellern. Ich moechte das auch in Zukunft beibehalten und an das
  soziale Gewissen der User appellieren, was bis dato auch sehr gut
  geklappt hat. Anyway: Quota-Support ist im Kernel, Software waer
  installiert. Missbraucht den Platz einfach nicht als .exe und .dll
  Muellhalde und ihr koennt basteln(&localhost) was ihr wollt.

- Mail-Adresse @lugbe.ch

  Wer nur eine E-Mail Adresse @lugbe.ch will, braucht nicht unbedingt
  einen Shell-Account. Das einzige was ich benoetige, ist eine Adresse an
  die die Mails weitergeleitet werden sollen.

--[ Schlusswort ]--

Fuer weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfuegung. Konstruktive
Beitraege bitte auf die Liste und nicht direkt an mich mailen.

        - Filzlaus
--
chiba:~# for BILL in 6 6 6; do nuke; done
It took 124 years to destroy the world.
It took 42 years to destroy the world.
You win!  500 years without destruction!
