Return-Path: <owner-linux-bern@icemark.ch>
Received: from varenorn.icemark.ch (majordom@varenorn.icemark.ch [212.40.16.225])
     by stinky.trash.net (8.9.2/8.9.0) with ESMTP id QAA05933;
     Sun, 17 Jan 1999 16:25:01 +0100 (MET)
Received: (from majordom@localhost)
     by varenorn.icemark.ch (8.8.8/8.8.8/Debian/GNU) id RAA09830
     for linux-bern-list; Sun, 17 Jan 1999 17:30:24 +0100
Received: from smtp.plusnet.ch (root@smtp.plusnet.ch [194.158.230.8])
     by varenorn.icemark.ch (8.8.8/8.8.8/Debian/GNU) with ESMTP id RAA09826
     for <linux-bern@icemark.ch>; Sun, 17 Jan 1999 17:30:22 +0100
Received: from calvin.born-consulting.ch (root@pop-zh-8-dialup-33.spectraweb.ch [194.230.4.225])
     by smtp.plusnet.ch (8.9.1/8.9.1) with ESMTP id QAA04710
     for <linux-bern@icemark.ch>; Sun, 17 Jan 1999 16:24:42 +0100
Received: from [192.168.1.5] (newton.born-consulting.ch [192.168.1.5])
     by calvin.born-consulting.ch (8.8.8/8.8.8) with SMTP id QAA00295
     for <linux-bern@icemark.ch>; Sun, 17 Jan 1999 16:19:50 +0100
Nachrichten-ID: <199901171519.QAA00295@calvin.born-consulting.ch>
X-Mailer: Eudora Pro 1.1 for Newton
Mime-Version: 1.0
Content-Type: text/plain; charset="iso-8859-1"
Datum: Son, 17 Jan. 1999 16:20:00 +0100
An: LUGBE <linux-bern@icemark.ch>
Von: Lorenz on Calvin <flborn@spectraweb.ch>
Betreff: [linux-bern] Ist das geplante Vorgehen richtig?
Content-Transfer-Encoding: 8bit
X-MIME-Autoconverted: from quoted-printable to 8bit by varenorn.icemark.ch id RAA09827
Absender: owner-linux-bern@icemark.ch
Precedence: bulk
Status: U
X-Mozilla-Status: 8003
X-Mozilla-Status2: 00000000
X-UIDL: 1e4d1b99fc4ae96b696b412401ebc7cd

Guten Tag miteinander

Seit geraumer Zeit verfolge ich die Aktivitaeten in dieser Mailingliste.
Mir scheint, dass das Hauptaugenmerk um nicht mehr als zwei Punkte
fokussiert ist, naemlich

- zukuenftige Statuten und
- der Betrag der allfaelligen Mietgliederbeitraege.

Sind das wirklich die wichtigsten Punkte? Ware es nicht sinnvoller sich
einmal grundlegend zu ueberlegen, was der allfaellige Verein ueberhaupt
bezweckt? Oder wollt ihr abendelang gemeinsam ueber neue Kernel-Patches
diskutieren?

Mir erscheint das Vorgehen im Moment etwas konzeptlos! Sorry, fuer diese
vielleicht etwas direkte Kritik. Es ist nicht meine Art grundsaetzlich
Ideen anderer Personen anzuzweifeln[1], aber mir scheint, dass sich der
Fokus auf Details beschraenkt und ein globaleres, resp. generelles Motiv
komplett fehlt. Im weiteren ist Kritik oft Basis fuer eigentliches
Vorankommen. Insofern ist dieses E-Mail als Design-Review zu verstehen.

Wieso muessen diese Statuten unbedingt definiert sein fuer das erste
Treffen am 29. Januar 1999? Dadurch schliesst ihr doch von Anfang an die
Moeglichkeit aus, dass konstruktive Ideen von weiteren Personen, die heute
vielleicht noch nichts ueber die Existenz einer LUGBE Mailingliste (und
somit nichts ueber die Idee einer Vereinsgruendung wissen), eingebracht
werden koennen. Die Statuten koennten doch von einer Task Force, welche
sich am 29.1.99 formiert, erarbeitet werden und spaeter mittels RFC allen
Interessierten oder einem Steering Comitee zum Vorschlag unterbreitet
werden.

Im weiteren frage ich mich ernsthaft, obschon ich dies bereits mit Lucas
Bremgartner persoenlich diskutiert habe, ob ein Verein ueberhaupt noch den
Ideen und Philosophien entspricht die in der heutigen, vernetzten Welt
gelten. Wir alle leben in einer zunehmend virtuellen Welt, in welcher sich
Gruppen projektorientiert formieren und aufloesen. Nicht zuletzt ist auch
Linux in einer eher losen als starren Formierung von Personen entstanden.
Heute gibt es zwar auch bei der weltweiten Koordinationsplanung und
Weiterentwicklung von Linux sogenannte Officers, welche fuer konkrete
Aufgaben (Teile des OS) zustaendig sind. Jedoch sind diese nicht wie ein
Verein, aehnlich einem "Schuetzenverein" oder "Landfrauenchoerli"
organisiert. Wieso muss nun gerade eine Linux Interessengruppe in Bern
einen dedizierten Praesidenten und die klassiche Vereinsstruktur haben?
Nur weil seit zig hundert Jahren jeder Verein in der Schweiz so
organisiert ist? Liegen wir da nicht etwas neben dem Trend von heute?

Meine Damen und Herren heute sprechen wir von einer virtuellen, digitalen,
multimedialen Zukunft der Welt. Wir stehen kurz vor dem Uebergang ins
Dritte Jahrtausend. Also, sind wir doch bitte etwas weniger konservativ!
Schliesslich ware Linux nie entstanden, wenn Konservatismus die
Grundhaltung der beteiligten Personen gewesen waere! Es braucht Mut zu
etwas wirklich Neuem! Open your Mind!

Meine wesentliche Frage an das Plenum dieser Mailingliste ist einfach. Die
Beantwortung dieser setzt jedoch eine etwas intensivere Auseinandersetzung
mit den persoenlichen Zielen und Vorstellung eines jeden voraus. Die Frage
lautet:

"Was wollt ihr mit einer Linux User Group Bern erreichen?"

Dies sollten wir vielleicht diskutieren, bevor wir weitere Schritte
unternehmen. Meine definitive Teilnahme am 29. Januar wird im wesentlichen
vom Feedback auf dieses Mail abhaengen. Ich mag und will nicht ueber
Praesidenten-, Vizepraesidenten- und Kassierwahlen das eigentlich Ziel aus
den Augen verlieren. Fuer mich ist ein "Introvertiertengrueppeli" mit dem
Ziel "Linux ueber alles" nicht erstrebenswert und ganz klar abschrenkend.
Well, its now on you!

mit freundlichen Gruessen
Lorenz

[1]: Lucas Bremgartner und Remo Goetschi und andere Leser der Mailingliste
(gell, Remo B.) koennen das sicher bestaetigen
--
Fritz Lorenz Born, Brunnadernstr. 3, CH-3006 Berne, Switzerland
flborn@spectraweb.ch
sent from Newton 2100 on private Linux network
