Betreff: Re: [linux-bern] Freiheit und andere erstrebenswerte Dinge
Datum: Fri, 22 Jan 1999 00:19:20 +0100
Von: Mathias Gygax <buzz@eniac.ch.eu.org>
Firma: ENIAC
An: linux-bern@icemark.ch

On Thu, Jan 21, 1999 at 12:29:31AM +0100, Benedikt Eric Heinen wrote:

> Ich sehe, genau so, wie einige andere hier auch, keinen Sinn darin, sofort
> starre Strukturen aufzufahren. Install-Feten sind eine nette Sache, aber
> auch nicht unbedingt der letzte Schrei. Wenn sich jemand ein Linux
> installieren will, dann ist der 'Guru auf dem zweiten Buerostuhl'
> sicherlich hilfreich. Nur helfe ich Leuten lieber, das Linux bei ihnen zu
> Hause zu installieren, und ihnen dabei in Ruhe zu erklaeren, was was
> bedeutet, als fuer "viel Geld" ein Installfest abzuhalten, wo
> Linux-Installationen hergestellt werden, wie Eier in einer Legebatterie;
> wo der neue Linux-User mit einem neuen Betriebssystem auf seiner HD nach
> Hause gehen kann, aber deswegen nicht unbedingt auch nur einen Hauch Plan
> von seiner neuen Errungenschaft hat. Aber was solls, wenn er seinen
> Mitgliederbeitrag locker macht, dann kann er der LUGBE beitreten, und dort
> seine Fragen stellen.

welch wiederspruechliches blafasel. ueber 300 bitschleudern auf zwei
stockwerken wurden am letztjaehrigen chaos communication congress
zusammengehaengt. es war ein faszinierendes erlebnis. die leute
diskutierten, sie hackten und die stimmung war absolut friedlich. und
jaaaaa: wir haben sogar BIER getrunken und GRUENTEE geraucht! es war
party! vom linux-anfaenger bis zum zum baertig-alten hacker war
alles vertreten und jeder half jedem.

wahrscheinlich waren es die versteckten sozialen kompetenzen, dieser
ansonst introvertierten einzelgaenger, die einen solchen anlass ueberhaupt
moeglich machen. wer weiss... oder vielleicht steckte auch eine
verschwoerung dahinter. die 23 bierdeckel die gefunden wurden liessen
nichts gutes verheissen...

man koennte die LUGBE auch mehr als einmal besuchen, um sein
wissen aufzumoebeln. mit einer one-time out-of-box installation ist es
unter linux sowieso nicht getan, das solltest du eigentlich selber wissen.
vielleicht wird der einte oder andere sogar etwas bezahlen, wenn eine
anbindung an's internet existieren wuerde an welche er seinen eigenen
computer anschliessen koennte. aber wo denke ich auch hin: raeumlichkeiten
und internet-conncectivity kosten ja geld und das steht im strengen
widerspruch zur freien software... :-7

ideen und visionen kann man unterschiedlich realisieren. mal besser, mal
schlechter. lasst uns doch zuerst mal etwas konkreter werden, was wir
eigentlich tun und erreichen wollen, bevor wir uns alle wegen eines vorfalls
total zerstreiten. ACK?

        - Filzlaus
--
chiba:~# for BILL in 6 6 6; do nuke; done
It took 124 years to destroy the world.
It took 42 years to destroy the world.
You win!  500 years without destruction!
